Ich möchte mich heute wieder einmal mit der Frage, warum es manchmal so lange dauert, bis ein Vorschlag bearbeitet wird, an einem konkreten Beispiel beschäftigen. Grundsätzlich wurde eine Reihe von einzelnen Aspekten, die sicherlich auch in dem nachfolgend genannten Bereich eine gewisse Bedeutung besitzen, schon an anderer Stelle in diesem Blog behandelt. Mehr dazu am Ende dieses Beitrags.
Die Kategorie, die im Detail betrachtet werden soll, ist
World: Deutsch: Computer: Firmen: Dienstleistungen: Beratung
Zunächst ein paar grundsätzliche Gedanken zum Sinn und Zweck der Kategorie:
Die Kategorie dient in erster Linie zur Listung von Unternehmen, deren Leistungsportfolio keinen ausgeprägten Schwerpunkt erkennen lässt. Sobald ein Unternehmen einen bestimmten Bereich fokussiert und gegebenenfalls weitere, periphere Leistungen zur Abrundung des Angebotsportfolios offeriert, sollte die Listung in jedem Fall im jeweiligen Schwerpunkt erfolgen. Dienstleistungen im IT-Bereich lassen sich in einer großen Bandbreite diversifizieren. Einzelne Teilbereiche sind beispielsweise Hardware, Software, Sicherheit und Netzwerk. Zu diesem Zweck enthält die Kategorie so genannte @Links, also Verweise auf Bereiche, die im Grunde auch als direkte Unterkategorien angesehen werden können. Diese Systematik ist in der
Beschreibung der Kategorie verankert.
Man könnte also annehmen, dass jeder Submitter, in der Regel handelt es sich um Unternehmen, ein gewisses Interesse daran haben, dass sie in dem Bereich gelistet werden, in dem die Kernkompetenz liegt. Meines Erachtens ist es quasi selbstredend, dass das Gros der Dienstleister im Zweifelsfall auch eine Netzwerkkarte oder eine ganze Workstation besorgen und installieren könnten.
In der Praxis sieht die Sache, wie sicherlich schon vermutet, ein wenig anders aus: Auf die 120 bereits gelisteten Allrounder (Stand: 30.08.2005) kommen eine größere dreistellige Zahl weiterer Vorschläge. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass die meisten Anmelder die Systematik nicht verstanden bzw. die Kategoriebeschreibung nicht gelesen haben. Das ist schade, da das eine Hauptkomponente für die Verzögerung darstellt. Ein Editor hat sich somit neben der Verfassung einer Beschreibung des Links - ein hoher zweistelliger Prozentsatz ist wirklich grauenvoll - auch mit der thematischen Zuordnung zu beschäftigen. Erschwerend kommt oftmals hinzu, dass es schlicht unmöglich ist zu erkennen, was das Unternehmen im Detail wirklich bietet. Insgesamt betrachtet erhöht dies die Bearbeitungsdauer erheblich.
Hier daher ein paar Empfehlungen für eine erfolgversprechende Anmeldung:
- Schlagen Sie Ihre Site in einem Bereich vor, welcher dem inhaltlichen Fokus bzw. der Kernkompetenz am nächsten liegt.
In der zu verfassenden Beschreibung, welche selbstredend in der dritten Person und ohne Verwendung von unüberprüfbaren Werteurteilen verfasst wurde, können Sie gegebenenfalls vorhandene Sekundärleistungen/-produkte erwähnen.
- Beschreiben Sie Ihren Vorschlag so, dass er die Guidelines berücksichtigt.
Einige Empfehlungen und absolute No-No's sind u.a. in den Beiträgen "Premium Listung" und "Alles in Großbuchstaben" nachzulesen
- Machen Sie es sowohl Ihrer Zielgruppe als auch den Editoren des Open Directory Project nicht so schwer herauszufinden, was Ihr Unternehmen macht. Ein kurzer Abstrakt auf der Startseite kann dazu beitragen.
Einige Empfehlungen sind u.a. im Beitrag "Der kleine Webmaster-Guide" nachzulesen
- Geben Sie uns ein Feedback in unserem öffentlichen Forum, wenn Sie glauben, es gibt für den Bereich, in dem Ihr Unternehmen tätig ist, noch keinen Bereich.
Sie können dort Empfehlungen zu Kategorien, in denen Ihre Site passen könnte, erhalten oder aber auch Ideen einbringen - die Editoren nehmen Feedbacks grundsätzlich ernst, auch wenn es manchmal etwas länger dauert!
Viel Erfolg!
PS: Wenn Sie Ihre Site in der besagten Kategorie schon einmal falsch vorgeschlagen haben, dann schlagen Sie diese bitte
nicht erneut vor.
ciao, gerald
Ich erlebte einen Anteil von so um die zehn Prozent an Verwertbarem, der Rest besteht entweder aus Marketing-Waschmittelwerbungssprech oder einer kommagetrennten Schlüsselwortliste.
Am Frappierendsten ist, das selbst im Meta-Tag "description" oft nichts Lesbares geschrieben steht. Da entdecken Webmaster die Suchmaschinenoptimierung für sich, nehmen sich die Zeit für die dmoz-Anmeldung und nutzen auf der anderen Seite die Möglichkeiten der On-Site-Optimierung nicht aus.
O tempora, o mores
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Mein dmoz-Editor-Profil
Von meiner Warte aus kann ich sagen, dass ich deshalb versuche, meine Link auch in anderen Kategorien anzumelden. Das ist natürlich nicht schön für die Editoren und verursacht Mehrarbeit, aber das Problem ist hausgemacht.
Ich habe auch schon überlegt, ob es nicht einfacher wäre, sich als Editor zu bewerben, nur damit ich meinen Vorschlag selbst hinzufügen kann.
Ich fände es also schön, wenn man bei der Anmeldung wenigstens erfahren würde, wieviele Link-Vorschläge sich in der Warteschlange befinden und wieviele Vorschläge täglich abgearbeitet werden oder so, damit man das wenigstens abschätzen kann. Dazu wäre eine Nachricht "Ihr Vorschlag befindet sich noch in der Warteschlange" bzw. "Ihr Vorschlag wurde abgelehnt" sehr hilfreich - Detailinformationen wären nicht mal zwingend notwendig. So kann man sich wenigstens eine Reihe von Mehrfachanmeldungen ersparen.
Kniffelig wird es erst, wenn Ablehnungen von Vorschlägen ungerechtfertigt sind.
Das stimmt wohl.
Die Einstellung der Statusanfragen wurde im RZ-Forum begründet.
Es steht Dir natürlich frei einen Editor zu kontaktieren der im entsprechenden Zweig gelistet ist. Wobei für diesen keine Verpflichtung besteht Auskunft zu geben.
Das ist nun mal das Kreuz mit den Freiwilligen
Ich habe auch schon überlegt, ob es nicht einfacher wäre, sich als Editor zu bewerben, nur damit ich meinen Vorschlag selbst hinzufügen kann.
Wenn Du neben Deiner eigenen Seite noch weitere gute Vorschläge hast, die weiteren Seiten fair behandelst und Lust hast am grössten von Menschen geschaffenen Verzeichnis mitzuwirken und Deine Ideen einzubringen, dann folge dem "Werde Editor" Link.
Kniffelig wird es erst, wenn Ablehnungen von Vorschlägen ungerechtfertigt sind.
Kniffliger wäre es imho die ungerechtfertigten Submits zu kommentieren
Editoren einzeln anzusprechen, halte ich für eine weniger praktikable Idee, wenn man es breiter Front ummünzen würde.
MfG
Dirk
Btw. Bei Deinem Blog habe ich damals das RSS-Addon für Greymatter gefunden,
Danke noch dafür
Der Feed Deines neuen Blogs hat keinen Titel und liefert die kompletten Beiträge raus.
Ich weiss nicht ob das so gewollt ist?
Den alten Blog habe ich bei World: Deutsch: Computer: Internet: Suchen: Suchmaschinen: Google gelöscht und das neue bei World: Deutsch: Computer: Internet: Webdesign und -entwicklung: Promotion: Suchmaschinen: Weblogs einsortiert.
Den "Werde Editor" gibts oben auf der Seite.
Das ganze Beiträge angezeigt werden, ist eigentlich so gewollt. Ist daran etwas verkehrt? Ich habe mich mit RSS eigentlich nie genau beschäftigt, da ich es selbst nicht nutze. Der Titel ist einfach "blog.antikoerperchen.de" - okay, nicht besonders einfallsreich.
Das will man ja nicht unbedingt.
a) Die Mitarbeit beim Open Directory Project ist grundsätzlich freiwillig. Es besteht also grundsätzlich keinerlei Anspruch auf eine Listung. Wenn eine Site unique Content gem. den Guidelines bietet, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Aufnahme faktisch 100%.
Daraus kann man den logischen Schluss ziehen, dass ein Vorschlag in jedem Fall bearbeitet und somit auch gelistet wird.
b) Die Bearbeitung einer Statusanfrage, von denen wir in Spitzenzeiten über 100 Stück pro Tag hatten, bedarf, genau wie die Bearbeitung der Vorschläge von Websites, Zeit des freiwillig tätigen Editors.
Es ist kein Geheimnis, dass es zu wenig qualifizierte und vor allem engagierte Editoren beim ODP gibt. Für jeden Editor hat, genau wie für alle anderen Menschen, der Tag exakt 24 Stunden. Da die Tätigkeit freiwillig ist und die meisten Kollegen einen Job im Reallife haben, kann man sich sicherlich vorstellen, dass von den 24 Stunden eher ein kleinerer Teil tatsächlich für die Betreuung des Projektes zur Verfügung steht.
Nun kann man sich überlegen, ob man die zur Verfügung stehende Zeit dafür verwendet, eine Statusanfrage zu beantworten oder einen Vorschlag zu bearbeiten. Die Beantwortung von Anfragen nach dem Status der Bearbeitung ist, wie bereits oben angedeutet, im Grunde sowohl für den Nachfragenden als auch für den Antwortenden unproduktiv vertane Zeit, da die Site, sofern sie den Guidelines entspricht, sowieso gelistet wird. Die Antwort "Der Vorschlag wartet noch auf Bearbeitung", selbst mit ergänzenden Hinweisen wie "neben 200 weiteren Vorschlägen", hilft dem Nachfragenden in keiner Art und Weise, da er grundsätzlich davon ausgehen konnte, dass die Site, sofern sie bislang nicht gelistet war, noch wartet. Auch ein Rückschluss auf den Zeitpunkt der Listung auf Basis der bislang noch wartenden Vorschläge ist unmöglich, da, wie gesagt, die Bearbeitung von Volontären erfolgt.
Daneben wäre noch zu ergänzen, dass es eine Fülle von Editoren gibt, die zwar nicht explizit in einer bestimmten Kategorie als Editor eingetragen sind, aber trotzdem überall bzw. in einem großen Teil des Katalogs editieren können. So ist der Rückschluss "Die Kategorie hat keinen Editor und somit wird auch nichts gelistet" schlicht falsch.
Ein Beispiel hierzu: Der Zweig http://dmoz.org/World/Deutsch/Wirtschaft/Unternehmensberatung/Regional/ hat keinen Editor und trotzdem gibt es hier kaum wartende Vorschläge, da das Team von World: Deutsch: Wirtschaft im Rahmen eines Projektes den Bereich vor einigen Monaten "aufgeräumt" hat. Hier haben über 2.000 Vorschläge auf Bearbeitung gewartet, die innerhalb eines Vierteljahres begutachtet wurden. Die Anzahl der wartenden Einträge ist also ebenfalls kein Indiz, welches für die voraussichtliche Wartedauer herangezogen werden kann.
Fazit: Eine Auskunft zum Status der Listung eines Vorschlages bringt dem Submitter keinerlei Informationsvorteil. Die Beantwortung der Statusanfragen sorgten nur dafür, das kostbare Manpower relativ unproduktiv verpufft ist.
BTW: Das schon häufiger einmal angesprochende Ticketsystem ist prinzipiell auch nicht hilfreicher, als eine Statusanfrage. Einzig im Fall von technischen Problemen bei der Anmeldung einer Site kann ein Ticket eine gewisse "Sicherheit" suggerieren. Andererseits ist auch unser System nicht vollständig frei von Bugs, so dass auch trotz ausgestelltem Ticket ein Vorschlag mal verloren gehen kann. Bei der Betrachtung der Down-Times unseres Servers in Relation zu beobachteten Bugs in Verbindung mit verlorenen Anmeldungen wird klar, dass das ein verschindend kleiner Prozentsatz ist, der wiederum nicht rechtfertigen würde, Manpower in die Programmierung sowie die Verwaltung von Tickets zu investieren.
Das mit der Warteschlange ist doch auch recht einfach. Man kann doch einfach anzeigen, wieviele Vorschläge sich vor mir in der Schlange befinden. Dann schaut man halt ein oder zwei Wochen später nach und sieht, wieviele Vorschläge abgearbeitet wurden. Es ist nur ein grober Richtwert, aber dann weiß man wenigstens, ob man sich auf 2 Wochen oder 1,5 Jahren Wartezeit einstellen muss. Wenn plötzlich jemand kommt und alle Vorschläge ruckzuck bearbeitet, dann stört das mit Sicherheit auch keinen. Eine genaue Datierung, wann der Link begutachtet wird, verlangt ja auch keiner.
Das Ganze kann man über ein Eingabe-Formular realisieren, bei dem man nur die Adresse des Vorschlags eingibt, also auch vollautomatisch.
Ob eine Seite "unique" Inhalte hat, wird auch nicht von allen gleich gesehen. Manche machen zwischen sinngemäßen und wortwörtlichen Plagiieren kaum einen Unterschied. Wenn die Editoren des DMOZ' sich darüber einig sind, dann ist das schön, als Nutzer sehe ich das allerdings nicht.
Das DMOZ ist von außen gesehen ein Buch mit sieben Siegel. Das nervt einfach und führt zu unnötigen Missverständnissen. Man will doch nur ein klein wenig Transparenz.
Da die Betreuung des Projektes freiwillig erfolgt, kann es schon mal vorkommen, dass es einige Jahre dauert, bis ein Vorschlag geprüft wird. Da ist es unerheblich, ob die Kategorie 10, 100 oder 1.000 Vorschläge hatte. Viele Submitter hängen sich an der z.T. langen Bearbeitungsdauer verbal auf, weil sie eine Art Anspruch auf Bearbeitung/Listung mitbringen, der so definitiv nicht existiert. Ich denke daher, dass man die Thematik "Statusanfrage" bzw. "Bearbeitungsdauer" unter Berücksichtigung dieses Aspektes betrachten muss. Alles andere ist schlicht irrelevant. Das ist jedoch keinesfalls als Ausdruck mangelnder Wertschätzung der Arbeit der Submitter zu verstehen.
Die Angabe einer Anzahl wartender Vorschläge bringt rein objektiv betrachtet also nichts.
Hinsichtlich der Frage nach der Sichtweise auf "Unique Content" kann man sicherlich in der vollen epischen Breite philosophieren. Natürlich gibt es Grenzfälle, es gibt sicherlich auch Fälle, in denen Missbrauch betrieben wird. Ich halte es allerdings für fragwürdig, diese, prozentual zu vernachlässigenden Fälle als Legitimation einer pauschalisierten Vorverurteilung zu betrachten. Dort, wo Menschen tätig sind, wird es immer Situationen geben, bei denen sich alle Beteiligten nicht vollständig einig sind. Das ist auch in der Realität so.
Im Zweifelsfall muss man einfach auch respektieren, dass es auch Demokratie gibt, an der man als Aussenstehender nicht direkt partizipieren kann. Im Umkehrschluss sollte aber auch deutlich werden, dass die meisten Fälle, in denen eine Site abgelehnt wird, von mehreren Editoren besprochen wurde und es keine Entscheidungen eines Einzelnen sind. Sollte dennoch der Verdacht von Missbrauch aufkommen, steht jedem externen User ein Abuse-System zur Verfügung: http://report-abuse.dmoz.org/deu/
PS: Wir versuchen mit diesem Blog unsere Arbeit ein wenig transparenter zu machen. Anregungen und Kritik sind ausdrücklich willkommen.
> Bei Deinem Blog habe ich damals das RSS-Addon für Greymatter gefunden
jau, leider hatte ich nach dem software gau und dem upgrade auf greymatter 1.3 etc probleme mit dem modul, es knallt jetzt im system, leider liegt es am provider. und mein umstieg auf blog-cms ging dank murphy zeitgleich in die blog-geschichte ein.
> Den “Werde Editor†gibts oben auf der Seite.
wie gross ist denn das backlog? und an der stelle muesste ich mich ja outen als ex-editor
Sehr überschaubar.
Als Ex-Editor ist der Reinstate-Request und die Bewerbung um die Kategorie möglicherweise die schnellere Möglichkeit.
So, obwohl die Antwort bezüglich meiner Editoren-Bewerbung postwendend kam, habe ich bis heute noch keine Antwort bezüglich meines Eintrags und es ist gerade jetzt im Herbst entscheidend wichtig, dass meine Frau im Internet gut gefunden wird. Jeder, der sich selbstständig gemacht hat, weiss wovon ich rede.
Die Seite ist übrigens "sauber" und was kann man beim Geschäftsmodell "Ergotherapie-Praxis" denn falsch machen? Ich finde keinen Link, der mich mit dem Editor in Verbindung bringen könnte, obwohl ich davon in Foren und Blogs gelesen habe. Entweder bin ich blind (bitte dann um einen Hinweis, wo genau "unter der Kategorie" ich schauen muss, oder dieses Feature wurde entzogen.
Die z.T. wirklich elende Bearbeitungsdauer liegt sicherlich auch im System des ODPs begründet. Da kann man auf die Schnelle jedoch nicht sonderlich viel machen. Insbesondere auch, weil im Zweifelsfall alle an einem Strang ziehen müssen. Da hilft leider nach wie vor nur Geduld. Wenn einem der Eintrag wichtig ist, wird ein kommerzieller Anbieter sicherlich genügend (kostenpflichtige) Möglichkeiten bieten können, die i.d.R. zum gleichen Ergebnis führen. Allein auf das ODP würde ich mich jedoch nicht verlassen.
Bitte die Mail noch mal ganz zu Ende lesen
Es heißt nämlich sinngemäß weiter: "oder die Kategorie ist zu groß für einen neuen Editor" und man möge doch bitte eine kleinere Kategorie auswählen (zur passenden Kategoriegröße wird übrigens auch auf dem Bewerbungsformular etwas gesagt).
Katharina