Im zeitgenössischen Fundus mancher Foren findet sich Allerlei, was bei unseren Enkeln und Urenkeln Erstaunen und Entsetzen auf den Spuren unseres kulturellen Entwicklungsstand auslösen wird.
Warum vereinen sich Menschen, die sich sonst nicht auf den Pelz schauen können, zu einer schreibenden Mauer aus Klage und Wehgesang? Letztlich sind die Forenschreiber froh, daß man zwar gemeinsam den Singsang anstimmt, sich aber beim Halten der Melodie nicht in die Augen gucken muß.
Montag, 11. Juli 2005
Mach mir den Tiger!
Man ist das, was die Straße plump als "Konkurrenz" betitelt und den Wettbewerb um pfiffige Ideen (Innovationen) und unternehmerische Erfahrung dabei ausblendet. Linke Tasche - rechte Tasche und: "was kümmert mich heute mein Geschwätz von gestern ...". Nein, SEO's bzw. die, die gerne in der Welt der Großen mit flannieren möchten, mit Hütchenspielern an der Zeil gleichzustellen, liegt fern.
Gewissermaßen gruppiert sich die Welt der erwerbstätigen Internetmarketer in zwei Läger. Die Einen, die ernsthaft und sinnvoll Kunden beraten, um ihre Tätigkeit mit einem nachhaltigen Aspekt auszuüben. "Heute für übermorgen planen", kennzeichnet sie. Sie treten weniger in Erscheinung und wenn, dann mit einem nachvollziehbaren Anliegen aus Ziel und Weg.
Den sterbenden Schwan geben die PEOs
Die Plagegeister, die der Zunft der Ernsthaften bei Weitem keinen Gefallen damit tun. PEOs sind zunächst die Volontäre der Branche. Frisch aus dem Ei geschlüpft plant man schon den Langstreckenflug, ohne den Kopf zu heben und das Nest überblicken zu können.
Wie die Waschweiber stimmt man unisono in den Schuldverteilungsplan der eigenen Fehleinschätzungen ein, macht sein Schicksal von anderen abhängig und hat doch die Grundlektion des gepflegten Unternehmertums nicht verstanden. Lang und breit gibt man Auskunft über unstetes Geschäftsgebahren und Defizite in der Auftragsbearbeitung. Diese Dienstleister werden von Geschäftskunden ohne Wimpernzucken gefeuert.
Wer sein Dolce Vita erleben möchte, muß etwas dafür tun. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Den inneren Schweinehund überwinden und sich durch das Tal der Tränen zwingen.
Selbständig zu sein, bedeutet die Dinge konsequent selbst in die Hand zu nehmen, Chancen und Risiken selbst einzuschätzen. Die Arbeit im eigenen Unternehmen selbst zu erledigen, kennzeichnet den Status. Das "ständig" ist Verhandlungsbasis mit sich selbst und dem persönlichen Umfeld.
Niemand wird ernsthaft voraussetzen wollen, dass am Unternehmen Unbeteiligte, zum Beispiel Editoren des ODP, Vorzimmerfunktionen für solche PEOs übernehmen. "Ich hab's doch aber meinem Kunden versprochen" , kann nicht zum Alleinstellungsmerkmal eines ernsthaft geführten Unternehmens gehören. Wer so verantwortungslos seinen Lebensunterhalt und den seiner Unternehmerfamilie erwirtschaften will, findet sich unweigerlich in der Marktbereinigung wieder. Zu recht.
Mein Haus - Meine Website - Mein "Drin".
Welche Impulse will ein PEO der Nachwelt und seinem Kunden hinterlassen, wenn er statt einer prägnanten Beschreibung fünfhundert Keywords aneinanderreiht und auf Nachfrage des Editors antwortet, die Site sei "richtig gut beschrieben"?
Maschinenbauteile mit so treffenden Suchargumenten wie "Schüleraustausch Europa", "Interessenkonflikt Israel - Palästina", "Wassertemperatur", "Mittelmeer, Nordsee, Ostsee, ostfriesische Küste, Atlantik, Meeresalgen ..." zu vermarkten, ist seltsam. Manche Menschen sollten sich vor sich selbst schützen.
Ein Boardzeitgenosse schreibt: "... habe schon seit einem Jahr zwölf Seiten angemeldet, die von (meinem Mitbewerber) xyz sind alle drin!". Oder eine Gangart schärfer: "... die sind doch alle korrupt. Da habe ich Einem einen Betrag gegeben und bin immer noch nicht drin."
Pausenclownerie halt. Nichts Genaues weiß man nicht. Und da leisten Boards echte Trauer- und Bewältigungsarbeit im Unternehmeralltag. Dieses "Drinsein" ist eine nie endende Mode: mein Haus - meine Website - mein "Drin".
Warum haben PEOs verlernt, sich selbst als vermeintliche Kenner der Marketingmaterie ordentlich zu verkaufen? Wieso benehmen sie sich wie die Saurier? Eine einprägsame Mahnung der Antikriegsbewegung der 80-er lautete: "Ausgestorben: zuviel Panzer, zuwenig Hirn."
Der Letzte macht dann das Licht aus, ... bitte.
Geschrieben von hghuebscher
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Es wird allerdings problematisch sobald man seinem Kunden erklären muss warum der kunde nach 9 Monaten noch immer nicht im Google / DMOZ Directory zu finden ist.
Da muss man schon so gut formulieren können wie der Author des obigen Posts ... Denn den das hier:
http://resource-zone.com/forum/faq.php?faq=odp#faq_how_long
liest sich kein Kunde durch.
Und ohne DMOZ, Google-Eintrag wirds halt schwierig, da hilft auch sonst keine Optimierungsarbeit.
Ich bin für präzisere Erläuterung zum Thema
"How to suggest a site to the Open Directory" (Kurz und klar)
Und für eine rigorose Löschung aller Site-Sumbissions die diesen Regeln nicht entsprechen.
Am besten wäre es wenn man automatisch abrufen könnte ob eine Site-Einreichung noch in der Warteschleife liegt oder gelöscht wurde.
Nach Löschung sollte 1 Monat Einreichungssperre für die Seite festgelegt sein.
Ach ist das schön so rumzufantasieren.
... das kostenfreie Engagement von Editoren als Geschäftsmodell ?
Davon halte ich schlicht gar nichts. Durch den proaktiven Verkauf des ODP als Optimierungsmethode stellt Ihr uns den gewerblichen kostenpflichtigen Verzeichnissen gleich und die Editoren werden lediglich Mittel zum Zweck.
Warum soll die Kommunikation, dass das ODP ein breit getragenes Projekt ist, so schwer sein ? Die Beteiligung am Projekt ist als Editor oder als Submitter möglich. Verhandlungsbasis ist ein faires Verhalten auf beiden Seiten.
> Am besten wäre es wenn man automatisch abrufen könnte ob eine Site-Einreichung noch in der Warteschleife liegt oder gelöscht wurde.
... was würdest Du für das technische Feature zahlen ?
Denn dass die Editoren dafür nun auch noch zusammenwerfen sollen, kann es ja wohl nicht sein.
> Und ohne DMOZ, Google-Eintrag wirds halt schwierig, da hilft auch sonst keine Optimierungsarbeit.
schau hier: http://www.drweb.de/ unter dem Menuepunkt "Codieren"
Bezüglich einer Art Ticketing für Vorschläge gab es sowohl extern als auch intern in den letzten Jahren eine Vielzahl von Ideen und Voschlägen. Aufgrund der Tatsache, das einerseits das Projekt einen ganz und gar nicht kommerziellen Background hat und andererseits die zur Verfügung stehenden Ressourcen begrenzt sind, denke ich, dass das mittelfristig keine Aussicht auf Umsetzung hat.
Für das Marketing von Websites ist dmoz auf jeden Fall relevant, weil Google einen Eintrag in dmoz wichtig nimmt und eingetragene Sites gegen&uumlber nicht gelisteten bevorzugt. Ein eher unbekannter Teil von Google, das Google-Verzeichnis, ist wie seh...