Dass Suchmaschinen nicht der letzte Schluss des Suchens im Web sind, hat nicht zuletzt Mr. Wikipedia. Jimmy Wales, wahrgenommen, sondern hat auch Jason Calacanis, 36 Lenze alter ehemaliger Beschäftigter des ODP-Betreibers AOL, bewogen einen neuen Ansatz des Humans-do-it-better-Prinzips auf die Beine zu stellen. Gestern startete die Alpha-Version seines Projekts mit 40 Festangestellten unter dem Namen Mahalo (hawaiian. für "Danke").
Freundliche Führer (Guides) sollen den Nutzern hilfreich bei der Orientierung im Web zur Seite stehen und handgefertigte Suchen zu Themen, bei denen Suchmaschinen keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefern, erstellen. Zu Anfang wird nur das wichtigste zu den, laut eigenem Bekunden, 4000 häufigsten Suchen im Web geboten, aber der Nutzer soll fehlendes (vermutlich nur das wichtiger Art) bei den Reiseführern nachbestellen können. 2008, zum offiziellen Start, sollen es dann mit einer Hundertschaft fleißiger Helferlein 25,000 handwerklich hochwertige Suchergebnisse werden. Neben einem Venture-Capital-Unternehmen finanzieren ein Raumfahrer, Rupert Murdoch (News Corp.) und das US-Medienunternehmen CBS das Start-up - Hubert Burda ist auch dabei.
Universalität soll nicht der Leistungsanspruch sein, sondern der Vorteil der Nische, in der Menschen besser suchen als Maschinen. (Noch) Nicht vorhandenes wird durch den Rückgriff auf Google bedient.
Mr. Calacanis hätte gerne auch das ODP als Grundlage gekauft, wie Barrons Online berichtet, nur war es ihm durch zehn Jahre fehlende Pflege zu "verschmutzt". Komisch, das ODP gibt es doch erst seit knapp 9 Jahren...? (Es kann spekuliert werden, ob ihm eine saubere Trennung der Daten von der Editorengemeinde im Sinn stand, worauf dann AOL vielleicht dankenswerterweise Nein gesagt hat.) Aber sehen wir es ihm nach, er hat Geldgeber, die, ebenso wie Kunden, überzeugt werden müssen, wünschen ihm alles Gute und schauen, wo er mit der Pflege in 9 Monaten ist. Aloha.
Ein Dank an cmic für den Hinweis auf das Projekt.
