Gerald Steffens hat sich des Hilferufs vom
Bandscheiben-Blog angenommen und fordert die Editorengemeinde
zum Dialog auf.
Aber was auch passieren mag, die Sache hat immer zwei Seiten und die Gegenseite oft auch gute Argumente. Aber eines ist wichtig. Geredet werden sollte, nur so kommen beide Seiten voran.
Vielleicht ist die Kommunikation per Blog auch vorteilhafter im Gegensatz zu vielen zum Teil unfruchtbaren Diskussionen in
SEO-Foren.
Vorneweg ein paar Statements zu den Fakten im ODP.
Probleme Herausforderungen im ODP
Um eine der größten Mankos des ODP zu sehen bedarf es noch nicht einmal der Hilfe eines
Abakus Rechenschiebers.
Ich hatte an
anderer Stelle bereits die Anzahl der zu betreuenden Site pro aktivem Editor ausgerechnet.
Die Anzahl liegt bei rund 700 Sites.
Die Ungeprüften sind dabei
nicht berücksichtigt.
Basis dafür war der
Monatliche Status-Report.
Alleine 700 gelistete Sites regelmässig nach deren Inhalt zu überprüfen ist realistisch betrachtet unmöglich.
Dann gibt es auch noch unbrauchbare Kategorien wie zum Beispiel:
Computer: Netzwerk: Dienstleistungen die nach einer dringenden Überarbeitung rufen, deren Thema aber leider nicht auf allzu grosse Begeisterung bei Editoren stösst.
Mehr Editoren?
Eine Lösungsmöglichkeit wäre die Rekrutierung einer grösseren Anzahl neuer Editoren.
Eine gute Idee, nur leider zeigt sich in der Praxis, dass die Anforderungen an die die Editoren gestellt werden.
- Verfassen von richtlinienkonformen Beschreibungen
- Erkennen von Mirrors, Affiliates u.ä
- Auffinden einzigartiger Sites
nur sehr wenige auf Anhieb beherrschen. Es muss viel Energie in die einzelnen Newbies investiert werden um die typischen Anfängerfehler zu eliminieren.
Ein Beispiel für nicht erwünschte Texte findet sich bei der (seit geraumer Zeit ohne grössere Ausfälle funktionierenden)
Suche.
Die Phrase "Hier finden" hat im ODP nichts zu suchen, da "hier" nach dem Verständnis des ODP das ODP bezeichnet.
Leider gibt es auch den Fall der Editoren die nach dem Eintragen der eigenen Site nicht mehr zu sehen sind
Vereinfachung der Aufnahme
Die Motivation zur Gründung von Gnuhoo/Newhoo/ODP war die Frustration über die mangelhafte Aktualität, d. h. die lange Verzögerung bei der Aufnahme neuer Sites und der hohe Anteil toter Links in redaktionell betreuten Verzeichnissen.
de.wikipedia.org/wiki/DMOZ
Eben diese Entwicklung kann man auch beim ODP beobachten.
Es gibt interessante und gute Entwicklungen wie man auf schnelle und unkomplizierte Art Links sammeln und aufbereiten kann.
del.icio.us ist ein sehr schönes Beispiel dafür.
Eine Entwicklung hin zu einem Social-ODP würde ich auch sehr begrüssen.
Wartende Vorschläge
Viele.
Einen offiziellen Statusreport gibt es nicht mehr, aber die meistgenannte Quelle für "inoffizielle" Anfragen ist
odp-forum.de.
Dead Links und Hijacks
Gelistete Dmoz-Domains sind eine beliebte Handelsware und werden an diversen Orten feilgeboten. Wenn ein Benutzer einen toten Link entdeckt, oder nicht mehr akzeptable Inhalte vorfindet, dann gibt es auf jeder Site den Link "
Eintrag aktualisieren"
Dort steht dann zwar:
Falls Sie eine URL beim Open Directory Project angemeldet haben und sie in der Kategorie
XY
verzeichnet ist, dann können Sie dieses Formular benutzen, um Änderungen am Eintrag für Ihre Site vorzuschlagen.
Das Formular kann aber von jedem benutzt werden.
Im
öffentlichen Forum gibt es den
Meldungen von gekaperten Sites, toten Links und unpassendem ODP-Inhalt Thread für solche Fälle.
Zurück zu den Bandscheiben
Zum einen werden
Blogs beim Thema gelistet. Also in dem Fall eher unter
World: Deutsch: Gesundheit: Krankheiten und Beschwerden: Rheuma und Bewegungsapparat: Chronische Rückenschmerzen.
Der Blog besteht aus neun Einträgen. Die Anmeldung kam wohl zur gleichen Zeit wie das Entstehen des Blogs. Dies ist ein Irrtum dem viele Submitter anhängen. Leere Sites anzumelden in der Hoffnung diese würden schon mit Inhalt gefüllt sein bis der Editor kommt.
Die Hauptsite wartet seit Februar in der o.g. Kategorie. Wenn sich ein Editor findet wird er die Site auch entsprechend prüfen. Da das ODP aber chronisch unterbesetzt ist, kann dies eben noch einige Zeit dauern.
Die ständigen Korruptionsvorwurf und "Ich will ja nichts sagen, aber" Statements
Böse Zungen würden unterstellen, es sei ein cleverer Schachzug, sich in der Kategorie als Editor zu engagieren, in der die eigene Seite verzeichnet ist - so behält man immer die Kontrolle über Neulinge, die der eigenen Seite Besucher abwerben könnten.
nerven.
An dieser Stelle noch mal das Mantra für alle Gefrusteten
Das ODP ist kein Dienstleister
und
Alles Freiwillige - Kein Geld dafür - In ihrer Freizeit
hth
Mark
generell wird alles schwerfälliger wenn es wächst. das odp ist mittlerweile ebenso ein dinosaurier wie andere kataloge a la yahoo oder lycos jahre zuvor. die social-odp idee klingt interessant, nur auch da wird es sicher schwierigkeiten geben, denn manipulationsversuche wird es solange geben wie sich geld mit einer sache verdienen laesst.
aber schoen, dass ihr darueber redet. nur so kann es überhaupt fortschritte geben.
Ich darf zuerst anmerken, daß es sich bei meinem kritischen Kommentar in Richtung DMOZ-Editor um die Anmeldung meiner "Hauptseite" (www.starker-ruecken.com) handelte. Sollte dies in meinem Beitrag nicht klar 'rübergekommen sein, möchte ich es hier entsprechend korrigieren (und schreibe es mir auch gerne als Form von unklarer, sprachlicher Abgrenzung auf die Fahne).
Es handelte sich dementsprechend bei meiner Anmeldung nicht um die Anmeldung von "Leergut", sondern um eine Seite von nicht unerheblichem Content (quali- und quantitativ).
Gerade den Punkt Leergut möchte ich aber gern aufgreifen, denn ich kann gut nachvollziehen, daß viele kleine Webmaster sich im Verzeichnis anmelden, noch bevor Ihre Seiten ausreichend mit Inhalt gefüllt sind. Denn wenn guter Inhalt vorhanden ist, dieser Inhalt aber von niemandem wahrgenommen wird, ist das verständlicherweise sehr frustrierend.
Bei der Eintragung meines Blogs bin ich jetzt tatsächlich auf unterstellte Weise vorgegangen (wobei es, wie gesagt, nicht diese Eintragung ist, auf die mein Beitrag abzielte) - ist doch aber auch emotionslos und als logische Konsequenz ohne weiteres nachzuvollziehen.
Denn wenn ich die negative, zeitliche Erfahrung bzgl. der Aufnahmeprozedur gemacht habe, möchte ich selbstverständlich nicht noch einmal mehrere Monate auf meinen Eintrag warten müssen, wenn objektiv ausreichend Inhalte vorhanden sind.
Ich gehe nämlich nicht davon aus, daß nach einer Aufnahme ins Verzeichnis sämtliche Archive der letzten Monate des jeweiligen Blogs von allen durchgelesen werden.
Für wen hätte ich dann aber geschrieben - klar für mich und ein paar Kumpels von mir !
Aber ich kenne meine Gedanken und Ideen ganz gut. Die Intention, die hinter der Errichtung meines Blogs stand und steht, ist, diese Gedanken und Ideen der Gemeinde von Rückengeschädigten mitzuteilen und eine unkomplizierte Kommunikationsmöglichkeit zu schaffen, was wohl auch der allgemeine Grundgedanke eines Blogs ist.
Ich konnte im Vorfeld meines Beitrags natürlich auch nicht wissen, daß mein Beitrag so viele Leute „nerven“ wird. Ich bewege mich nicht in der chronisch-militanten Kritikerszene und habe vorher auch nicht alle möglichen Foren und Blogs nach ähnlichen Inhalten durchsucht.
Hätte ich gewußt, daß das Thema so breitgetreten ist, hätte ich sicher nicht nochmals in’s selbe Horn geblasen.
Da ich es aber nicht wußte, kann ich an dieser Stelle ganz klar sagen:
Mein Beitrag war und ist berechtigt, denn es dauert definitiv sehr lange bis einem Antrag auf Eintragung entsprochen wird. Das dies an einer chronischen Unterbesetzung von Editoren liegt, weiß ich jetzt und werde mich noch ein wenig in Geduld üben.
Um mich aber in den Dienst der Sache zu stellen, und nicht als Meckersepp verschriehen zu werden habe ich mich soeben als Editor in der entsprechenden Kategorie beworben.
Um eines vorweg zu nehmen:
Selbstverständlich habe ich bei der Bewerbung auch meine Seite als Vorschlag hinzugefügt, was mich aber niemals davon abhalten wird, andere gute Seiten in diese Kategorie aufzunehmen, sollte ich denn als Editor angenommen werden.
ich werd' mein Bestes geben !
Nun ist es aber so, dass es per Saldo zu viele Submitter gibt, die den Sinn und Zweck des ODPs entweder nicht verstehen können oder wollen. Ich habe an verschiedenen Stellen anhand praktischer Beispiele erläutert, woran es liegt bzw. was jeder einzelne beitragen kann - vgl. auch http://www.dmoz-blog.de/der-eintragsservice/
Im Umkehrschluß bedeutet das leider auch, dass die paar User, die sich an die Regeln halten, unter der, z.T. nur noch als willkürliche Ansammlung von Wortfetzen zu bezeichnenden Anmeldung leiden müssen.
Es bedarf also eines generellen Umdenkens auch auf der Seite der SEOs.
Eine Änderung des Eintrages (das Sortiment und Angebot wurde wesentlich erweitert) wurde aber leider nicht bearbeitet.
Allerdings ist festzustellen, dass einige Editoren nicht den Richtlinien gemäß arbeiten und man fragt sich, weshalb manche Seiten gerade in einer bestimmten Ebene und Kategorie auftauchen, in der sie wirklich nichts zu suchen haben.
Problematisch ist halt die Masse der Seiten, die in den Index aufgenommen werden wollen. Da das Verzeichnis aber nicht professionell sondern freiwillig gepflegt wird ist sicher ein Qualitätsverlust einzukalkulieren.
Deshalb an dieser Stelle "Danke" an alle die ihre Freizeit dafür opfern.