Ich habe neulich in einem klassischen SEO-Blog einen Artikel über ein neues Projekt gelesen. In dem Artikel lobte der Autor den Manager des Projektes insbesondere hinsichtlich seiner Bemühungen mittels zusammengefrickelter Doorways und Crosslinks ein hohes Page Rank zu erreichen.
Grundsätzlich ist gegen das Optimieren von Websites rein gar nichts einzuwenden. Wenn ich mir sowohl die Site selbst als auch den Gedankenaustausch zum Fortgang des Projektes so durchlese, dann habe ich jedoch den Eindruck, dass überhaupt kein Konzept hinter dem Projekt steht. Inhaltlich wird schlicht nichts geboten und eine Aussage zum Ziel bzw. der Aufgabe der Site ist nicht vorhanden. Die Bedeutung der Begriffe "Inhalt" und "Zielgruppe" scheint vielen Betreibern von Websites (leider) noch nicht klar zu sein.
Der, vorzugsweise von SEOs, propagierte Faktor Klickrate scheint sich immer mehr zu einem omnipräsenten Problem für den Suchenden zu entwickeln. Es werden in einem atemberaubendem Tempo immer neue Sites, mehrheitlich Verzeichnisse, generiert, die aufgrund fehlenden Inhalts schlicht nur noch als Missbrauch von Speicherplatz und Traffic einzustufen sind - ich verweise in diesem Rahmen auf unseren Beitrag
Wann sollte ich eine Site beim ODP anmelden?
Anstatt sich ausschließlich auf Messages wie "Hauptsache ein PR5 oder 6" zu konzentrieren, sei vielen Betreibern von Websites und SEOs empfohlen, sich zunächst einmal auf die inhaltliche Fertigstellung eines Projektes zu konzentrieren. Es ist nicht sonderlich erfolgversprechend ein Verzeichnis zu promoten und beispielsweise beim Open Directory Project vorzuschlagen, wenn kein Inhalt vorhanden ist. Das ist im Grunde nur Zeitverschwendung und, wie schon an einigen anderen Stellen in diesem Blog erläutert, verzögert die Bearbeitung von interessanten Sites ganz erheblich.
Das aber auch manch andere Praxis im Zusammenhang mit der so genannten Optimierung von Websites ist äußerst fragwürdig ist, konnte man erst vor kurzem am Bespiel von
BMW sehr schön erkennen.
Ich hoffe sehr, dass mittelfristig mit einer Trendwende zu rechnen ist.