Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen, in dem sich jemand darüber beschwert, das seine Site beim Open Directory Project nicht gelistet wird - zumindestens meinte er, sie wird wohl nicht gelistet, weil sie zwei Wochen nach dem Vorschlagen immer noch nicht publiziert wurde. Er schlußfolgerte daraus, dass der zuständige Editor wohl gestorben sei.
Samstag, 14. Januar 2006
Wenn die SEOs ausgestorben sind
Nun, ganz ausgeschlossen kann das nicht werden, da wir keine Stempelkarten führen
In unserem öffentlichem Forum auf Resource-Zone.com kann mal fast wöchentlich unisones Gejammer über die langen Bearbeitungsfristen für Vorschläge beim Open Directory Project nachlesen.
Sicherlich ist das nichts, auf was wir Editoren wirklich stolz sind. Ganz im Gegenteil: Es wäre alles viel schöner, wenn wir alle vorliegenden Vorschläge für Sites abgearbeitet hätten - dann wären wir nämlich das mit Abstand größte Verzeichnis im Internet
Leider scheinen einige Mitmenschen ein Problem mit der Wahrnehmung der Realität zu haben. Man meint, nur weil man zwei Threads weiter einen "Artgenossen" getroffen zu haben, allzu gern dazu, Dinge zu verallgemeinern. Wenngleich die Relation der so genannten "Mecker"-Postings zu den bereits gelisteten Sites auch ohne großartige Rechenleistungen (knapp 5,2 Mio. Sites per Stand 13.01.2006) stets zu unseren Gunsten ausfällt, sind die Diskutanten noch bevor der erste Absatz ihres Postings zu Ende ist, typischerweise dabei, das ODP für tot oder völlig unwichtig zu erklären bzw. alle Editoren als korrupt einzustufen.
Kurz gesagt kann man das wie folgt kommentieren: Totgesagte leben länger!
Etwas ausführlicher betrachtet, schildert sich die Situation wie folgt: Würden insbesondere die professionell tätigen Submitter, also die SEOs, ihre Hausaufgaben wenigstens zur Hälfte machen, dann wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Ich hatte schon an verschiedenen Stellen in diesem Weblog einzelne Punkte kommentiert und Vorschläge unterbreitet.
Es ist leider an der Tagesordnung, dass ein sehr großer Teil der ohnehin knappen zur Verfügung stehenden Zeit dazu verwendet werden muss, Spam und Nonsens-Vorschläge auszusortieren. Ich will an dieser Stelle ganz bewusst keine Zahlen veröffentlichen - es sei nur so viel gesagt: Es ist wirklich eine Menge!
Nachdem im ersten Go vorsortiert wurde, müssen eine Vielzahl von Sites umsortiert werden. Es gibt nämlich Zeitgenossen die der Auffassung sind, wenn man eine Site in einer Kategorie vorschlägt, in der ein Editor eingetragen ist, würde es alles schneller gehen. Nun, dem ist leider nicht so.
Ich habe bereits oft, auch mit Kollegen, darüber nachgedacht, was wir als Open Directory Project dazu beitragen können, Anmeldungen einfacher zu gestalten. In diesem Zusammenhang haben wir im Laufe der vergangenen Monate eine Fülle von Kategoriebeschreibungen (vgl. auch den Link "Beschreibung" am rechten Rand, auf Höhe des Kategoriepfades) zu erstellen, zu verbessern respektive klarer zu gestalten. Parallel dazu haben wir bereits eine Reihe von FAQs sowie ergänzenden Artikeln anhand von Fällen aus der Praxis erstellt. Im übrigen sind wir stets für ein qualifiziertes Feedback dankbar. Wir sind bestrebt, unser Projekt stetig zu verbessern und somit noch nützlicher zu machen. Dabei definieren wir Nützlichkeit jedoch nicht ausschließlich über die Anzahl der gelisteten Links. Einen gleichen Stellenwert nimmt die Benutzerfreundlichkeit ein.
Wir können jedoch niemanden das Lesen dieser Hinweise abnehmen. Auch wenn es eher Illusion bleiben wird, wünsche ich mir, dass insbesondere die professionell tätigen Anmelder sich einmal ein paar Minuten Zeit nehmen und vor dem Anmelden die Kategoriebeschreibung lesen würden. Vielleicht sollte man die so genannten Soft Skills im Rahmen von offenen Workshops vermitteln.
Es sollte aber auch klar sein, dass das ODP keinfalls eine Plattform zum Vermarkten und Bekanntmachen von neuen Sites ohne Inhalt ist. Das Open Directory Project versteht sich, wie bereits unter DMOZ.org about skizziert, als Verzeichnis für hochwertige Inhalte.
Um abschließend zum ursprünglichen Motto des Artikels zurückzukehren: Manchmal entsteht der Eindruck, dass unsere Effizienz in dem Moment steigen würde, wo SEOs keine Sites mehr vorschlagen würden
Ich möchte jedoch ausdrücklich anmerken, dass das ODP keinsfalls SEOs und andere Mitmenschen, die Sites bei uns vorschlagen, als Gegner sieht - wir pflegen eine partnerschaftliche Beziehung. Es ist aber leider so, dass einige wenige Menschen mit ihrer einseitigen Sichtweise auf das Thema Partnerschaft dafür sorgen, dass ein erheblicher Teil der zur Verfügung stehenden Zeit und Ressourcen dazu verwendet werden muss, den hohen Qualitätsstandard des Projektes zu sichern.
Geschrieben von tomparis
in Allgemeines, Tellerrand
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Da kommt einem doch schon der Verdacht, das er seine Arbeit im ODP entweder nicht so genau nimmt, oder das er einfach nur ander weitig so viel zu tun hat, das er nicht die nötige Zeit hat sich darum zu kümmern.
Ich finde allerdings dann hat er seine Aufgabe verfehlt und sollte den Platz lieber einem anderen geben. Es gibt auch Editoren, die nach 2 Tagen auf eine Mail antworten und mit einem in Kontakt treten und sich noch dafür entschuldigen, das es so lange gedauert hat.
Es sollte für jeden Editor eine Ehre sein kostenlos im ODP mit zuwirken, aber es gibt solche und solche und deswegen bin ich auch der Meinung es verkommt langsam.
Für solche Fälle, Hijacked Sites, Sites mit toten Links und unpassendem ODP-Inhalt, gibt es auch einen Meldethread im öffentlichen Forum.
Dort werden die Sachen meist sehr schnell erledigt.
Link: http://resource-zone.com/forum/showthread.php?t=30513
... ich denke, nüchtern betrachtet, hat jede Medaille zwei Seiten.
1. Es gibt immer mehr Plattformen, auf denen versucht wird, den Leuten zu erklären, wie fleißig die freiwilligen DMOZ-Helfer sind.
2. Es gibt scheinbar immer mehr unbetreute DMOZ-Kategorien, deren Editor-Bewerbungen trotzdem unbeantwortet bleiben.
3. Überall wird von ungeduldigen SEOs gesprochen und von fehlerhaften Anmeldungen, welche die Aufnahmezeit unnötig verlängern.
Kostet das nicht alles viel Zeit?
Ich bin selbst SEO, habe schon einige Seiten angemeldet (meist solche mit validem XHTML und einer Menge echtem Content) und musste leider die Erfahrung machen, dass die Seitenaufnahme trotz gewissenhafter Beschreibung in passenden Kategorien nur vereinzelt (eher selten) innterhalb weniger Monate klappt. Meist dauert es eher Jahret, bis eine WebSite betrachtet und aufgenommen wird.
Mag sein, dass ich mit Kategorien, wie "Kaffee" oder "Handys" besonderes Pech gehabt habe. Fragt man zwischendurch in einem Forum nach, heißt es zumindest: "Alles in bester Ordnung. Einfach abwarten, bis die Seite dran ist." Aus der Schweiz wiederum heißt es: "Was? Du wartest schon zwei Jahre? Tja, das ist in Deutschland nichts Ungewöhnliches. In der Schweiz klappt es in der Regel innerhalb von 2-3 Tagen. Die Probleme in Deutschland sind bekannt..."
Meckern bringt hier wohl genau so wenig, wie Stellungnahmen von DMOZ-Seite. Nicht alles klappt im Leben eben so, wie man es sich wünscht.
Den Hinweis mit der Schweiz verstehe ich nicht: Was oder wer in der Schweiz?
Da ist sehr viel geschehen. Unter anderem lag uns daran, die Gruppe der Veredler, Röster und Händler von der Gruppe der (Büro)Kaffeeservices und Automatenaufsteller zu differenzieren. Damit sich die Zielrichtungen "Kaffee" und "Catering" nicht vermischen und am Ende kein endloser Linkfriedhof entsteht.
Trotz Umbauarbeiten sind die Links in wenigen Tagen, meistens Stunden, veröffentlicht worden. Aus der dann auftretenden Erfahrung, das Submitter mit dem Aktualisierungsdatum einer Kategorie wandern und die aktuellste Kat. zuspammen, ist der Artikel "Hase oder Igel ?" in diesem Blog entstanden.
Die neueste Macke von Google ist ja, Eure DMOZ-Link-Titel als Titel der Suchergenisse zu verwenden und den HTML-Befehl Titel zu ignorieren.
Das gibt es immer wieder mal.
Darauf hat aber nur Google Einfluss.